Künstler und Programminformationen
Künstlerinformation
Welche/r KünstlerIn steckt dahinter? Welche Programme gibt's von ihm/ihr?
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An erster Stelle finden Sie jeweils den Pressetext des aktuellen Programmes, danach alle vorhergegangenen bzw. alten Programme, die der/die KünstlerIn bei uns gespielt hat!
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Werner Brix
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Advent, Advent, das Börserl brennt!
Eine Weihnachtssatire
Laut Google Earth sind es von Nazareth bis Bethlehem 156km. Ein bepackter Esel
bewegt sich mit ca. 5 km pro Stunde fort (ein störrischer gar nicht). Das sind über dreißig
Stunden für eine Hochschwangere in Reitposition. Ohne Rosenberger, Mövenpick oder
Autogrill! Da stimmt doch was nicht...
Warum verschwindet Josef, der ja immerhin der Ziehvater von Gottes Buben ist,
eigentlich derartig in der biblischen Versenkung?
Ist es wirklich eine frohe Botschaft, wenn ein wildfremder Mann namens Gabriel einer
Frau erklärt, dass sie ein Kind von einem anderem als ihrem Ehemann bekommt?
Warum hat sich ein übergewichtiger alter Mann mit rotem Wollmantel und roter Zipfelmütze als Weihnachtsmaskottchen durchgesetzt und nicht ein kleines orientalisches
Baby namens Christkind?
Fragen über Fragen.
Antworten gibt es an einem lauschigen Nachmittag zwischen Gedichten, Gitarrenmusik und weihnachtlichen Loops.
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megaplexx 2 - Die besten Stellungen
Lang Lang Kurz hat gesagt: „Das wichtigste ist der Titel.“
Er hat damit nicht den Doktor‐ oder Ingenieurstitel gemeint, sondern den Namen eines
Kabarettprogramms. Vom künstlerischen Standpunkt aus gesehen, ist das eine verwerfliche
Einstellung, von einem reellen Blickwinkel aus betrachtet, hat er recht.
In Megaplexx 2 – die besten Stellungen begeben wir uns auf eine äußerst skurrile Reise.
Sie beginnt am Bahnhof. Da Zugsfahrpläne am Schreibtisch gemacht werden und daher nur in der
Theorie funktionieren und auf Anschlusszüge heute sowieso nicht mehr gewartet wird, ergeht es
dem Protagonisten wie vielen anderen Reisenden auch: Er muss warten.
Weil er also jetzt Zeit hat und ohnehin in der Angst lebt, dass ihm die Gedanken ausgehen, macht er
sich ständig neue. Wenn man sich aber andauernd Neues zulegt, wird irgendwann der Lagerraum
platzen, also muss man etwas hergeben. Oder zumindest teilen. Ein Kompromiss mit dem er leben
kann. Und so teilt er sich mit.
Er erzählt von seinen Versuchen, die Welt dogmatisch zu entschleunigen, indem er die uns
angeborene Gier in Richtung ökologischer Ausgeglichenheit kultivieren möchte. Klingt kompliziert?
Ist es auch. Nachdem er über die zunehmend virtuelle Realität der Medien und George Clooneys
männerfeindlichen Sexappeal im Chat des Nespressoklubs, den er eigentlich für lobbyistische Zwecke
ausnutzen wollte, jammert, zwingt ihn schließlich ein schwerer Absturz in einen künstlichen
Tiefschlaf, in dem er sich nach einem recht interessanten Gespräch über die Quelle der Macht auf
eine noch interessantere Reise begibt.
Macht, die Tochter des Großen Clowns, soll heiraten. Und alle wollen sie zur Frau. Also brechen sie
auf, um um sie zu freien. In einem 6er‐Abteil der Bundesbahn begegnet der Reisende einigen
Proponenten der globalen Spieler: den siamesischen Zwillingen Helmut (Elsner) und Wolfi (Flöttl),
dem Quälgeist Silvio (Berlusconi), dem Schlechtesten Präsidenten Aller Zeiten (!) und Hades (Chef der
Unterwelt), sowie einem aus Afrika stammenden Dkfm. Ndale, dem mobilen Bordservice in persona,
der die chauvinistischen Angriffe der machtgierigen Gesellschaft gekonnt pariert: „Ihr stammt nicht
vom Affen ab, sondern von der Spinne. Um überleben zu können, müsst ihr Menschen fangen. Ihr
müsst sie für euch interessieren, um sie in euer Netz zu bekommen. Ob ihr sie dann aussaugt oder
eine Kooperation mit ihnen eingeht, ist lediglich eine Frage der Wirtschaftlichkeit, selten auch der
Ethik.“
Wo der Zug ankommt und Show down stattfindet und was sich dabei ereignet, wird hier nicht
verraten. Nur soviel: Wer sich in diesem Programm vom Werner Brix ein Best‐of des Kamasutras
erwartet, hat nur den Titel gelesen und in Schublade eins gelegt.
In Megaplexx2 – die besten Stellungen geht es um Menschen und Macht und ihre witzigsten
Auswüchse.
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Lurch
Brix erzählt aus dem Alltag eines unbekannten Schauspielers, der an der Entstehung eines Programmes arbeitet, das im Endeffekt u.a. durch die familiäre Überforderung (zwei Kinder) nie entsteht. Der Termin der Premiere rückt immer näher, die Panik wird immer größer und die Ideen, wie er absagen könnte immer skurriler.
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Unter Zwang
Liebes Publikum!
Dies ist eine Protestnote, eine Depeche, ein Hilferuf.
Trotz meiner Bitte an die Veranstalter, eine Premiere meines neuen Programms auf unbestimmte Zeit zu verschieben, um meine völlig unerwarteten psychischen Probleme in Ruhe aufarbeiten zu können, zwingt man mich zur Termineinhaltung. Da das neoliberale Beschleunigungsdenken auch auf die Kabarettindustrie überzugreifen scheint, bleibt mir also nichts anderes übrig, als zu spielen.
Unter Bewachung, unter Zwang.
Die Wahl der Waffen liegt allerdings bei mir.
Kunst ist frei.
Oder?
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Brix allein im Megaplexx
Slow Food Kabarett
Speed.
Im Höllentempo rast ein Durchschnittsmanager durch eine Sitzung beim Psychiater und versucht sich und dem Arzt einzureden, dass alles seine Ordnung hätte. Beruf, Frau, Kind - alles im Griff. Außerdem ist Stress gut, weil er beflügelt. Oder?
Das Handy bleibt natürlich an, was dazu führt, dass Anrufe von Mutti, Frau und Kunden die Geschwindigkeit des Stückes noch mehr erhöhen.
Megaplexx steht als Statthalter für den heutigen Zeitgeist und die momentane Lebensgeschwindigkeit. Beides rast einem Crash entgegen, auf den die Menschheit in Lethargie zu warten scheint.
Brix will das ändern.
Die Bühne wird zur Arztpraxis, der Darsteller zum Patienten und das Publikum zum Psychiater.
Im zweiten Teil lässt ein Moment der Einsicht die absurdesten Ideen aufkeimen, sich und natürlich auch gleich die gesamte Menschheit dem Heil der Entschleunigung zuzuführen, über ein Leben in Anarchie (= Herrschaftslosigkeit) nachzudenken.
MEGAPLEXX ist also eigentlich Statthalter für den Zeitgeist und die momentane Lebensgeschwindigkeit: schnell, schrill, oberflächlich.
Eine Betrachtung der globalen Gesellschaft und ihres hierarchischen Systems und eine Durchleuchtung der Dimension ZEIT sollen Brix' fünftes Solo zu einem kabarettistischen Theaterabend machen - jenseits von Comedy und Klamauk-Kabarett.
Bitte anschnallen.
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