Der Goldene Kleinkunstnagel 2016 geht an...
DAVID SCHEID!!!

Den Hauptpreis schnappte sich heuer der in Wien lebende Kabarettist DAVID SCHEID.
Er erspielte sich mit Auszügen aus seinem aktuellen Programm "REMIX - Das Programm mit dem Plattenspieler" den Goldenen Kleinkunstnagel 2016 und gewann somit nebst 4.000,-- Preisgeld*
vier Spieltage im Theater am Alsergrund!

Das Urteil der Jury lautete:
"Der Gewinner beschäftigt sich mit Essen, neuen Technologien und deren Folgen. Er kombiniert Technik ausgewogen mit traditionellen Kleinkunsttugenden, präsentiert sich textlich versiert, abgründig, schlau und sehr sympathisch. Ist ornithologisch bewandert - in Summe zaubert er ein schmackhaftes Kabarettmenü auf den Plattenteller und gibt uns allen mit auf den Weg:
"Sind wirklich 14 Liter nötig?"


*Das Preisgeld von EUR 2000,- wurde vom Orpheum Wien und der Agentur E&A auf EUR 4000,- verdoppelt! Vielen Dank dafür!



Der Goldene Neulingsnagel 2016 geht an...
...FRANZISKA SINGER!

Den 21. Goldenen Neulingsnagel sicherte sich heuer die Schauspielerin und Kabarett-Newcomerin Franziska Singer! (am Bild mit Juror Pepi Hopf) Sie gewinnt damit nebst EUR 800,- Preisgeld* zwei Auftrittstage im Theater am Alsergrund.

Die Jury urteilte:
"Es war ein Kopf an Köpfinnen Rennen, trotzdem wird die Wahl weder angefochten noch wiederholt...das pickt!
Jung, frech, böse, klug...erzeugt sie im Kopf des Publikums die richtigen Bilder. Unsere Entscheidung ist gut zu Ende gedacht! And the winner is: FRANZISKA SINGER!!


Sie wird mir ihrem Erstlings-Programm Herbst 2017 im Theater am Alsergrund zu sehen sein!

*Das Preisgeld von EUR 400,-- wurde vom Orpheum Wien und der Agentur E&A
auf EUR 800,-- verdoppelt! Vielen Dank dafür!



Kleinkunstnagel 2015: Thomas Malirsch
www.kabarett.at
Es war eine erstaunliche Performance, die Thomas Malirsch auf die kleine Bühne im rappelvollen Theater am Alsergrund zauberte: Abgedrehte Ideen, ständig überraschende Wendungen, ein ausgeprägter Zugang zur Pantomime, sowie hohes musikalisches Niveau. Aus diesen Ingredienzien kochte Malirsch ein äußerst kurzweiliges 20-Minuten-Kleinkunst-Süppchen. Mit dabei: Ein Dialog zwischen Vater und Mutter, die zumindest in Sachen Stimmlage ihre Rollen getauscht haben; eine Geschichte, bestehend fast ausschließlich aus Musikinstrumenten-Namen; ein groteskes Lied über Marmor; eine Fußball-Predigt und Filme, deren Ablaufdaten überschritten sind. Diese ideenreichen Inhalte kombinierte der Künstler mit einer spitzbübisch-sympathischen Bühnenpräsenz, der man sich nur schwer entziehen konnte.

JURYBEWERTUNG:
"Die vermeintlich hohe künstlerische Wurschtigkeit, gepaart mit professioneller Bühnenpräsenz überraschte das Publikum. Mit Wortwitz, Nonsense und körperlichem Einsatz, besonders durch die sympathische Art und Weise, das Publikum vor dem Einnicken zu bewahren und zur Mitarbeit ungezwungen zu animieren, wurde überzeugt. Somit stand der Jury heute Abend in Summe der Sinn mehr nach abgelaufenen Filmen denn nach Klassikern."



Neulingsnagel 2015: Sonja Pikart
www.kabarett.at
Die junge, aus Deutschland stammende Schauspielerin Sonja Pikart überzeugte mit Aussschnitten aus ihrem ersten Programm "Gluten Abend". Sie präsentierte eine handwerklich sehr solide gespielte Stand Up-Performance. Inhaltlich spannte sie einen weiten Bogen von den Nöten junger Schauspielerinnen über die Hysterie, die heutzutage rund um das Thema Allergien und Intoleranzen herrscht, bis hin zu einem flammend-augenzwinkernden Plädoyer für das Heiraten. Wie ein roter Faden zog sich durch Pikarts Performance die Freude am Dekonstruieren scheinbar gut eingeführter Phrasen, wie zum Beispiel dem von ihr als Imperativ verstandenen "Grüß Gott!".

JURYBEWERTUNG:
"Die Siegerin hat sofort direkten Kontakt zum Publikum hergestellt. Anzumerken ist: hohe Pointendichte, zerlegt scheinbare Selbstverständlichkeiten, authentisches Auftreten, gutes Tempo - alles in Allem: überzeugend! Wir wollen sehr gerne mehr sehen!"



Kleinkunstnagel 2014: Michael Eibensteiner
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Michael Eibensteiner ist ganz sicher keiner, der es sich leicht macht. Die Themen, mit denen er sich in seinem kabarettistischen Schaffen beschäftigt, sind nicht geeignet, um schnell und billig Lacher abzustauben. Unter Inkaufnahme das Umstandes, dass er die ganz großen Hallen damit wohl nicht füllen wird, zieht er seine Linie konsequent und glaubwürdig durch. Er fasst bewusst heiße Eisen an, sei es die eigene Krebserkrankung, die er in seinem Programm "Durch die Blume" thematisiert hat, oder nun in der aktuellen Arbeit "Nacktaffe" den Bereich "Ausländer". Eibensteiner steht für intelligentes Kabarett mit Anspuch, Format und hoher Relevanz.

JURYBEGRÜNDUNG:
"Der Preisträger hat ein spürbares Anliegen, und er thematisiert dieses mittels einer auch das Publikum stellenweise verunsichernden Gratwanderung, indem er sich mit neuen, originellen Zugängen und Perspektiven - von der Türkenbelagerung bis zur eigenen Familiengeschichte - nähert"



Neulingsnagel 2014: Mario Lucic
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Als klarer Sieger des Abends ging der junge Comedian Mario Lucic hervor, der sowohl nach Jurystimmen als auch bei der Publikumswertung vorne lag. Er spielte Ausschnitte seines Programms "Sie sprechen aber gut deutsch!", in dem er in klassischer Stand Up-Manier aus seinem Leben als Rennbahnweg-Bewohner mit Migrationshintergrund berichtete. Dies geschah mit einer souveränen Bühnenpräsenz, gutem Timing und einer höchst sympathischen Ausstrahlung. Inhaltlich gelang es dem Künstler, die im Comedy-Fach so häufigen Klischees zu umschiffen. Die Geschichten aus dem Alltag im Spannungsfeld zwischen Gemeindebau, Schule und AMS wirkten glaubwürdig und originell. Alles in allem ein gelungener Auftritt, der Lucic zum verdienten Sieg verhalf.

JURYBEWERTUNG:
„Aufgewachsen in einer Wohlfühloase. Trotz Gewalt und Jogginghose hat er einen guten Wiener Schmäh mitbekommen. Er ist sympathisch, zeigt eine hohe, authentische Bühnenpräsenz und liefert mit guter Beobachtungsgabe einen sehr persönlichen Blickwinkel auf seine Lebensumstände. Spricht sehr schönes, aber leises Deutsch!“



Kleinkunstnagel 2013: Thomas Kreimeyer
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Thomas Kreimeyer begeisterte mit seiner ganz eigenen Form des Stegreifkabaretts. Im eleganten Zweireiher erschien er auf der Bühne, verließ sie aber recht bald und verbrachte fast mehr Zeit im Publikumsraum als auf der Bühne. Er stellte den Leuten scheinbar ganz banale Fragen: Was sie gerne im Fernsehen sehen, welchen Beruf sie ausüben, u.s.w.

Was Kreimeyer dann aus den meist ebenso unspektakulären Antworten machte, war faszinierend: Er paraphrasierte die Aussagen des Publikums, zog unerwartete Schlüsse und Folgerungen, vernetzte diese virtuos, brachte letztlich die Zuseher untereinander ins Gespräch und sorgte damit für überraschte Begeisterung. Die Einbeziehung des Publikums in der Kleinkunst, die häufig so bemüht und manchmal deplatziert wirkt, hier war sie Methode. Das Auditorium generierte die Unterhaltung scheinbar ganz von selbst, angeleitet und moderiert von Mastermind Kreimeyer, der die Zügel zwar locker ließ, aber stets die Kontrolle über das Geschehen behielt.

JURYBEWERTUNG:
"Ein mutiger Mann, der ein Netz mit dem und über das Publikum webt. Er macht aus jeder Wortspende ein Vermögen. Er erhebt Improvisation zu einer Kunstform und lässt das Publikum lauthals lachen, vor allem über sich selbst!"



Neulingsnagel 2013: Ute und Tatjana
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"Schauspieler werden ist sehr schwer, Schauspieler sein umso mehr": Das ist die Tagline des ersten Programms von Ute und Tatiana, dessen Titel "Nein, wir nehmen Sie nicht" auf die (Casting-)Nöte junger SchauspielerInnen Bezug nimmt. Auszüge daraus gaben die beiden beim Wettbewerb um den Neulingsnagel 2013 zum Besten und beeindruckten. Beide selbst erst frisch von den Abschlüssen ihrer Studien kommend, füllten sie die 20 Minuten Spielzeit mit sehr viel Verve und jeder Menge Selbstironie - und ließen dabei mehr als einmal ihre sprachlichen und darstellerischen Fähigkeiten durchblicken.

All das brachten Ute Veronika Olschnegger und Tatiana Wolf mit gut sitzendem Timing, einer sympathischen und professionellen Ausstrahlung und einer schauspielerischen Qualität, die man bei so jungen Kleinkünstlern nicht oft erlebt. Letzendlich war es wenig überraschend und mehr als verdient, dass die beiden Steirerinnen den Neulingsnagel abräumten. Der Umstand, dass es sich um ein rein weibliches Duo handelt, bestätigt auf erfreuliche Weise die Tendenz, dass in der jungen Szene die Mär von der Männerdomäne Kleinkunst zunehmend an Gültigkeit verliert.



Der Goldene Kleinkunstnagel 1996 - 2012
Alle PreisträgerInnen - HB = Hauptbewerb, NL = Neulingsnagel

2012 (HB): Marcel Mohab
2012 (NL): Robert Putz

2011 (HB): BlöZinger
2011 (NL): Klaus Schaurhofer

2010 (HB): Sauerkraut und Kochbananen
2010 (NL): Christoph Straka

2009 (HB): Rüdiger Höfken
2009 (NL): Peter Klien

2008 (HB): Buchgraber & Brandl
2008 (NL): Andreas Bartel

2007 (HB): Max Uthoff
2007 (NL): Mario Herger

2006 (HB): Zärtlichkeiten mit Freunden
2006 (NL): Gästehaus St. Marx

2005 (HB): Stefan Haider
2005 (NL): Günther "Jango" Jungmann

2004 (HB): Klaus Eckel
2004 (NL): BlöZinger

2003 (HB): Thomas Stipsits
2003 (NL): Michael Schuller

2002 (HB): Dietrich & Raab
2002 (NL): Fee Hübner

2001 (HB): Die Schienentröster
2001 (NL): Klaus Eckel

2000 (HB): Andreas Klein
2000 (NL): Florian Kadletz

1999 (HB): Christian Springer
1999 (NL): Kobaltz & Vodrazka

1998 (HB): Dessi Pajkoff & Hubert Wolf
1998 (NL): Erwin Klaffenböck

1997 (HB): Schöller & Bacher
1997 (NL): Didi Fischer

1996 (HB): O. Lendl
1996 (NL): Georg Bauernfeind







Wir sind auch auf

Nächste Vorstellungen:
Fr 15.9. 19:30
Gluten Abend!
Sonja Pikart


Sa 16.9. 19:30
Keine Angst
Gebrüder Moped


Di 19.9. 19:30
Witz ins Dunkel
20 Jahre Ludwig W. Müller
Ludwig W. Müller


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